Sicherheitskopien/Backups von mit ProtectDISC (ProtectCD, ProtectDVD) infizierter¹ Software erstellen

KleinesSinchen

GBAtemp's Backup Reminder + Fearless Testing Sina
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  1. 0. Vorbemerkungen


    Der folgende Text wird – für mich nicht untypisch – ziemlich ausführlich werden. Bis jetzt ist es nur ein Anfang und wird (hoffentlich) nach und nach ergänzt werden.

    Ein (leider) mehr oder minder deutsches Phänomen ist das DRM Produkt ProtectDISC ab Version 6 (früherer Name war ProtectCD). Daher ist es wahrscheinlich im Sinne besserer Auffindbarkeit eine gute Idee, das Folgende in die deutschen Gruppe zu stecken.
    Ich werde – sollte jemand welche haben – versuchen Fragen nach bestem Wissen zu beantworten. Aber:

    Disclaimer: Keine Garantie oder Gewährleistung for Korrektheit. Jede(r) ist für seine/ihre Hard- und Software selber verantwortlich. Wer irgendwas ausprobiert von dem, was in diesem Text steht, tut das auf eigene Verantwortung. Der Zweck ist Informationen bereitstellen, um Sicherheitskopien zu erstellen. Eine Kopie kann nur dann als Sicherheitskopie gelten, wenn ihr eine Lizenz (Original-Disc) besitzt. Also bitte keine Euphemismen wie "Backups" in Anführungszeichen. Illegale Kopien ("Softwarepiraterie") interessieren mich einen Dreck, also bitte keine Fragen dazu, darauf gibt es keine Antwort.

    Ein paar Warnungen zur Sicherheit eurer PCs:
    :!: Alcohol 120% und Daemon Tools bringen in der kostenlosen Editionen meines Wissens nach Adware mit. Vorsicht bei Produktivsystemen mit Internetzugang :!:
    :!: Alte ProtectDISC Versionen, basierend auf acedrv09.sys bzw. acedrv10.sys, können bei Windows Versionen neuer als XP bzw. neuer als Vista zu Problemen führen :!:
    :!: Guter Fall: Treiber installiert nicht. Schlechter Fall: Zufällige Blue Screen of Death . :!:
    :!: Dies gilt insbesondere bei 64-Bit Windows. Im Zweifel verwendet einen Rechner mit Windows XP 32-Bit! :!:

    In diesem Artikel möchte ich euch heute alle Methoden vorstellen, die ich gefunden habe, mit ProtectDISC infizierte¹ Anwendungsprogramme oder Spiele zu starten ohne den Originaldatenträger im Laufwerk haben zu müssen. Nur vom Hörensagen bzw. durch Internetsuche kenne ich Fälle, wo Leute sich über ProtectDISC geärgert haben, welches auf teuren Spezialprogrammen verwendet worden ist. Im Gegensatz zu PC-Spielen aus dem Mainstream, ist es sehr unwahrscheinlich in solchen Fällen eine gecrackte Version online zu finden. Besonders ärgerlich ist dies im Zusammenhang mit der immer geringeren Verbreitung von optischen Laufwerken (vor allem in Laptops gibt es sie eigentlich gar nicht mehr).

    Bleibt also nur: Den CD/DVD-Check verar… an der Nase herumführen und zur Überzeugung zu bringen, das Original sei vorhanden, wenn dies gar nicht der Fall ist. :creep:

    Das Ergebnis gleich am Anfang:
    Mir ist keine Version von ProtectDISC (getestet bis v10.3) untergekommen, bei der es die Original-Discs zum Starten brauchen würde. Bei DVDs ist die Luft relativ dünn (aber vorhanden). Der Check bzw. die Implementierung der CD-Version hingegen hat mehr Löcher als ein Schweizer Käse.
    🧀

    1. Die einfachste Methode den CD-Check auszutricksen


    Wenn das Check-Fenster von ProtectDISC eines dieser beiden Designs hat:
    01.png04.PNG
    dann seid ihr ganz schnell fertig. Die unter den meisten Umständen sehr paranoide Emulator-Erkennung springt – warum auch immer – nicht auf den „primitiven“ (im Sinne von einfach gehalten) WinCDEmu an. Erstellt einfach ein normales ISO-Image (ja, wirklich) und bindet es in ein virtuelles Laufwerk ein.
    06.PNG 07.PNG 08.PNG

    09.PNG 10.PNG

    Glückwunsch: Das war schon alles. Euer Programm/Spiel sollte jetzt ohne CD starten… und das in Rekordzeit. Nur open source Software wird benötigt und kein auf geschützte CDs spezialisiertes Programm!
    Bei den neusten Versionen v9.3 und höher kam es leider zu inkonsistenten Ergebnissen. Manchmal – je nachdem von welcher Festplatte das Image gemounted wurde – klappte es… und manchmal nicht. Auf einem Windows 7 Laptop mit SSD hatte ich eine 100% Erfolgsquote.
    Ja, WinCDEmu wird gebraucht. Die interne Windows-Funktion zum "Bereitstellen von Datenträgerabbildern" wird leider als Emulator erkannt. Wenn ProtectDISC mal wieder Gespenster bzw. Emulatoren sieht, dann bekommt man so was in dieser Art:
    03.PNG
    Prüft in diesem Fall, ob die Original-CD auf eurem PC erkannt wird. Wenn das DRM-Programm an Verfolgungswahn leidet (kommt vor!), dann verweigert es komplett den Dienst. Nur wenn das Original startet hat man eine realistische Chance eine Sicherheitskopie nutzen zu können.


    Die älteren Versionen 5.x und frühe 6.x geben sich leider damit nicht mit dem einfachen WinCDEmu zufrieden. Das Check-Fenster sieht bei denen so aus:
    05.PNG
    Dazu schreibe ich ein anderes Mal etwas.


    2. Die DVD Version zur Kooperation ohne eingelegtes Original überreden


    Die DVD-Version ist eine wesentlich härtere Nuss!

    Meines Wissens nach ist der Versuch eine Kopie auf eine physische DVD±R(W) zu schreiben reine Zeitverschwendung. ProtectDISC DVDs haben das Flag für den (quasi nutzlosen) Kopierschutz CSS gesetzt, welcher bis heute auf fast allen kommerziellen DVD-Video zum Einsatz kommt. Obwohl ein Computerspiel oder ein Anwendungsprogramm normalerweise überhaupt kein Video enthält, welches in einem DVD-Player laufen würde, (und somit auch keine Sektoren „gescrambelt“ sind), ist es mit einem normalen Brenner nicht möglich/erlaubt dieses Bit zu setzen. Verdammt clevere Idee, das muss man neidlos anerkennen!

    01_CSS_ohne_Video.PNG

    Ein wesentlich akkuraterer Emulator, der möglichst alle Funktionen eines echten Laufwerks bereit stellt, wird benötigt. WinCDEmu tut dies leider nicht. Meines Wissens nach sind nur Alcohol 120% und Daemon Tools dazu in der Lage (VirtualCD nicht getestet).

    Für Versionen bis 8.x reicht es aus einfach ein MDS/MDF Image mit Alcohol 120% im Modus "Normal DVD" zu erstellen. Ignoriert einfach die Warnung – es gibt keine gescrambelten Sektoren und es sollten auch keine Lesefehler auftreten. Das Image einfach ins virtuelle Laufwerk einbinden… und schon läuft das Spiel/Programm ohne DVD. Die Emulator-Erkennung springt nicht auf die aktuelle Alcohol 120% Free Edition an.
    03_Normales_DVD_Image_a.PNG 04_Kopierschutzwarnung.PNG

    Beispiele:
    05_Version.PNG

    Ab der Version 9.x ist die Prüfung schlauer (Leider war ich aufgrund meines geringen Kenntnisstandes nicht im Stande herauszufinden, was das &§%$% Ding prüft). Gnadenlos wird unser virtuelles Laufwerk enttarnt.
    Vermutung: Der Emulator als solcher wurde nicht direkt, sondern per Ausschlussverfahren erkannt. Erkannt hat ProtectDISC eine DVD mit dem CSS-Flag (eine gebrannte DVD kann es nicht sein), der aber irgendwas anderes fehlt (Was nur?? Es ist nicht viel!). Nicht Original, aber keine DVD±R(W) – muss also ein Emulator sein.
    Ergebnis für v9.x mit normalem Image im virtuellen Laufwerk:
    06_Einfaches_Image.PNG


    Hier hilft leider nur der spezielle „New ProtectDISC“ Dumper von Daemon Tools (gencss.dll). Zieht euch ein MDS/MDF image damit. Das kann sehr lange dauern (vor allem mit Laptop oder Slim-Laufwerken). Diese Langsamkeit ergibt keinen Sinn: Das Datenimage (MDF Datei) ist identisch mit dem, das Alcohol 120% in hohem Tempo erstellen kann.
    02_Grabber.PNG

    Ergebnis mit durch gencss.dll erzeugtem Image:
    07_gencss.dll_image.PNG

    Die „Magie“ steckt nur in der Media Descriptor Datei (MDS). Tja. Da bräuchte es jetzt jemanden mit Talent und Kenntnissen in Reverse Engineering. Aus zwei Gründen Empfehle ich die Nutzung von Alcohol 120% nach Erstellung aller deiner DVD Images mit Daemon Tools:
    1. Alcohol 120% hat eine brauchbare Free Edition und wirkt auf mich ein wenig weniger „fishy“. Obwohl ich beide Programme nicht auf einem produktiven PC mit Internetverbindung nutzen würde!
    2. Bestimmte Versionen von ProtectDISC nässen sich vor Angst gleich ein, wenn Daemon Tools auch nur vorhanden/installiert ist (7.x, 8.x). Nicht einmal die Original-Disc funktioniert dann. Neuere Versionen hingegen sind weniger radikal und versuchen aktiv zu bestimmen, ob ein Laufwerk echt oder virtuell ist (und liegen mit schöner Regelmäßigkeit in beide Richtungen daneben).

    3. Weitere Methoden den CD-Check zu bestehen


    – Später –
    In Kürze:
    • RMPS Emulation mit virtuellem Laufwerk
    • RMPS Emulation mit CD-R(W) Kopie
    • Approximation der niedrigeren Dichte durch Zwillingsektoren
    • Approximation der niedrigeren Dichte mit spezieller BWA-Datei, Blindwrite Suite und Plextor Premium
    Die letzten beiden Optionen brauchen keine Emulationssoftware im Hintergrund – theoretisch. In der Praxis gilt dies nur für reine Leselaufwerke, die leider nicht mehr üblich und gut erhältlich sind.


    4. Ein klein wenig technischer Hintergrund


    – Ebenfalls später –

    Hier kommen meine spärlichen Erkenntnisse zum CD und DVD-Check von ProtectDISC hin.

    In Kürze:
    Der primäre Check der CD-Version basiert auf einer geringeren Datendichte von ca. 1.5% gegenüber normalen CD-R(W). Alles in allem eine meiner Ansicht nach schlechte Umsetzung eines DPM basierten Kopierschutzes.
    Sekundärer Check liest ATIP aus und enttarnt somit auf allen Schreiblaufwerken Rohlinge als solche.

    Zum DVD-Check gibt es leider noch weniger Informationen. Ein Kommando, das ans Laufwerk gegeben wird (und die Antwort darauf) verraten aber schon einiges.







    ____________
    ¹Ich weigere mich das Wort „geschützt“ im Zusammenhang mit DRM zu verwenden. Meiner persönlichen Meinung nach, ist das Verhalten von DRM-Software generell sehr ähnlich zu dem von ordinärer Schadsoftware. Das gilt auch für aktuelle Verfahren, die nicht mehr auf der Bindung an einen physischen Datenträger/Token basieren (obwohl auch dies in Form von USB-Dongles in verschiedenen Ausführungen existiert).
    Für den speziellen Fall ProtectDISC habe ich mehr als ein Beispiel gefunden, das mich in diesem Urteil bestärkt.


  2. 0. Preliminary Remarks


    The following text will be – not untypically for me – pretty long. Until now it ist just a beginning and will (hopefully) get the needed additions one by one.

    A more or less (sadly) German phenomenon ist the DRM product ProtectDISC starting from version 6 (former name was VOB ProtectCD)
    If there are any questions I will try to answer them to the best of my knowledge.

    Disclaimer: No warranty for correctness. Everybody is responsible for their hard- and software themselves. If you try anything written in this text, you do this on your own responsibility. Purpose is providing information for creating backups. A copy can only considered to be a backup if you own a license (original disc). Please no euphemisms like "backups" in quotes. I don't give a damn about illegal copies ("software piracy"), so please no questions in this regard – I will not answer them.

    Some warnings for the safety of your PCs:
    :!: Free versions of Alcohol 120% and Daemon Tools are – to my knowledge – bundled with adware. Be careful on productive systems with internet connection.:!:
    :!: Old ProtectDISC versions, based on acedrv09.sys and acedrv10.sys, can cause problems on Windows newer than als XP and Vista respectively. :!:
    :!: Good case: Driver won't install. Bad case: Random Blue Screen of Death . :!:
    :!: This is especially true for 64-Bit Windows In doubt use a PC with Windows XP 32-Bit! :!:

    In this article I will present you all methods I found for starting ProtectDISC infected¹ applications or games without having the original storage media in the drive. I know cases from hearsay or internet search where people raged about ProtectDISC, which was used on expensive specialized programs. In contrast to mainstream PC games, it is highly unlikely to find cracked versions online in such cases. This is particularly annoying combined with the declining distribution of optical drives (especially they are more or less inexistent in laptops)

    This leaves only: Lead the CD/DVD Check by the nose and bring it to the conclusion the original is present, when this isn't actually the case.:creep:

    Result right at the beginning:
    I have not encountered any ProtectDISC version (tested up to v10.3), which would need the original disc for starting. For the DVD version the possibilities are limited, but they exist. The Check or the implementation of the CD-Version on the other side got more holes than a Swiss cheese. (No idea if that makes sense in English – literal translation)
    🧀

    1. Simplest Method of Fooling the CD-Check


    If the check window of ProtectDISC has one of those two designs:
    01.png04.PNG
    you are done very quickly. The, under most circumstances very paranoid, emulator detection doesn't get triggered – for whatever reason – by the primitive (in these sense of kept simple) WinCDEmu. Just create a normal ISO-image (yes, really) und mount it into a virtual drive.
    06.PNG 07.PNG 08.PNG

    09.PNG 10.PNG

    Congratulations: That was all. Your application/game should now start in record time. Only open source software is needed and no program specialized on protected discs!
    Newer versions v9.3 and higher gave inconsistent results. Sometimes – depending on the HDD from which the image was mounted – it worked… and sometimes not. On a Windows 7 laptop with SSD I got 100% success rate.
    Yes, WinCDEmu is needed. The internal Windows function for providing access on ISO images is sadly detected as an emulator. If ProtectDISC is seeing "ghosts" (emulators) again, you'll get something like that.
    03.PNG
    In this case verify whether the original disc is detected. If the DRM program suffers from paranoia (which happens!) it refuses to work completely. Only in case the original starts there is a realistic chance of using a backup copy.


    The older version 5.x as well as early 6.x sadly aren't satisfied by WinCDEmu. The check window looks like this on those:
    05.PNG
    I'll write about this another time.


    2. Convincing the DVD Version in Cooperation Without Having an Original Inserted


    The DVD-Version is a much harder nut to crack!

    To my knowledge an attempt of writing a copy on a physical DVD±R(W) a total waste of time. ProtectDISC DVDs have set the flag for the (more or less useless) CSS protection set (which is used until today on almost all commercial video DVDs). Despite a video game or application usually not containing any video, which could be played on a normal DVD player, a normal burner isn't able/allowed to set this bit. Damn clever idea, must acknowledge this without any grudge!

    01_CSS_ohne_Video.PNG

    A much more accurate emulator providing as many functions of a real drive as possible is needed. WinCDEmu
    unfortunately doesn't do it. To my knowledge only Alcohol 120% and Daemon Tools are capable enough (didn't test VirtualCD).



    For versions up to 8.x a simple MDS/MDF image created with Alcohol 120% in mode "Normal DVD" suffices. Just ignore the warning – there aren't any scrambled sectors and read errors shouldn't occur. Just mount the image into the virtual drive… and your program/game will start without DVD. The emulator detection doesn't get triggered by latest Alcohol 120% Free Edition.
    03_Normales_DVD_Image_a.PNG04_Kopierschutzwarnung.PNG
    (Warning about CSS copy protection)

    Example files:
    05_Version.PNG

    From version 9.x on the check is smarter (Due to my low state of knowledge I'm unfortunately unable to determine what the &§%$% thing checks). Our virtual drive gets uncovered without mercy.
    Assumption: The emulator does not get revealed as such directly, but by process of elimination. ProtectDISC detects a DVD with CSS flag (can't be a burned DVD), but something else is missing (What?? It isn't much!) – so it must be a virtual drive.
    Result with an image created normally:
    06_Einfaches_Image.PNG


    The only thing to beat this is the special „New ProtectDISC“ dumper of Daemon Tools (gencss.dll). Pull an MDS/MDF image with it. This can take very long (especially with laptop oder slim drives. This slowness doesn't make sense: The data image (MDF file) is identical to the one, which Alcohol 120% can create in high speed.
    02_Grabber.PNG

    Result with an image created by gencss.dll:
    07_gencss.dll_image.PNG

    The „magic“ is inside the Media Descriptor file (MDS). *Sigh*. Somebody with talent and knowledge in reverse engineering would be needed here.
    For two reasons I recommend using Alcohol 120% after creating all your images with Daemon Tools:
    1. There is a usable Free Edition looking a bit less "fishy" to me. I wouldn't use either of the two on a prodcutive PC with internet connection though.
    2. Certain versions of ProtectDISC (v7.x, v8.x) wet themselves immediately in case Daemon Tools is just installed. Not even the orignal discs will work then. Newer versions are less radical and try actively determining if a drive is real or virtual (and fail doing so into both directions regularly)

    3. Additional Methods to Pass the CD-Check


    – later –
    In short:
    • RMPS emulation with virtuellem drive
    • RMPS emulation with CD-R(W) copy
    • Approximation of the lower density with twin sectors
    • Approximation of the lower density with a special BWA-Datei, Blindwrite Suite and Plextor Premium
    The last two options don't need any emulation software in the background – theoretically. In practice this is only true for reading drives, which aren't common and readily available anymore.


    4. A Little Bit of Technical Background


    – also later –

    My very few insights about the CD and DVD check of ProtectDISC will go here.

    In short:
    The primary check of the CD version is based on lower data density of about 1.5% compared to normal CD-R(W). All in all – in my opinion – a bad implementation of a DPM based copy protection.
    The secondary check reads out ATIP and uncovers with that recordeable media as such on writing drives.

    About the DVD check there is even less information. But one command, sent to the drive (and the answer on it), already tell a bit.







    ____________
    ¹I refuse to use the word "protected" in connection with DRM. In my personal opinion, the behavior of DRM software in general is fairly similar to common malware. This is also true for methods, which are not based on binding to a physical data storage medium/token anymore (still existent in the form of USB dongles of various kinds).
    For the special case of ProtectDISC I found more than one example supporting my point of view.

 

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Sehr interessant und gibt mir Einblicke in meine Jugend...da ich hauptsächlich von meinen damaligen Nerdkumpels mit "Sicherungskopien" bedacht worden bin.
Die jetzt erhaltenen Hintergrundinfos hätte ich damals gebraucht, gut , ich bin ja schon älter, also sehr alt, so alt ,dass ich mich mit Disketten rumgeärgert habe, aber da waren "Sicherungskopien" eigentlich fast kein Problem, da war die Hardware eher das Problem ( Jumper setzen; Memmaker ausführen, Atoexec.bat umschreiben, Config.sys anpassen, Bootdiskette erstellen usw.)

Die Infos zu DVD sind hingegen(zumindest für mich) sehr nützlich.

Donkschee für den ausführlichen Einblick :toot: ^_^
 
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KleinesSinchen

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Die Infos zu DVD sind hingegen(zumindest für mich sehr nützlich).
Hast du wirklich welche davon!? Ist ziemlicher Müll, was ich da angeschafft habe. Sobald hier genug Tageslicht für ein ordentliches Foto ist, lichte ich den Kram mal ab. Wenn du so was besitzt, könnte das für die Recherche nützlich sein (mehr Versionen).

abfalleimer-gif.231546

aber da waren "Sicherungskopien" eigentlich fast kein Problem
Denk bitte daran, dass ich grundsätzlich nur über Backups diskutiere – nicht über "Backups" in Anführungszeichen.

Ironischer Weise ist der CD-Check so schlecht, dass man KEIN Original (oder ein MDS/MDF clone image) braucht um eine lauffähige Kopie zu erstellen.
=======

EDIT:
Hier also mal schnell der Schrott, den ich mir zusammen gekauft habe. *Vor Scham im Boden versink*
ProtectDISC_CDs.jpg
TitelProtectDISC version
Siedler III (Settlers III)≤v4 (VOB ProtectCD)¹
Wiggles≤v4 (VOB ProtectCD)¹
Midnight Nowherev5.4609 (VOB ProtectCD)
Devastationv5.4609 (VOB ProtectCD)
Holiday Worldv6.0 (VOB ProtectCD)
Heimspiel 2006v6.8
RTL Biathlonv7.5.0
Lauras Vorschule 3+4v7.7.1
Lauras Vorschule 1+2v7.8.1
Ankh 3v8.0.4
Caillou²v8.0.5
Racing Team Managerv8.1.1
Die wilden Kerle 5v9.0.0
Die Reitakademie 2v9.2.0
Ikarov9.28.0
Emily – Skate Strange≥v10.3.0
(check inaktiv)



___________
¹ alte Methode, kein DPM, fake audio tracks, physical surface errors
² CD-check inaktiv, anti-debug aktiv
 
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@SylverReZ Started English translation rendered into a second tab. Not everything is perfect like a professional translator would do it, but the meaning is hopefully preserved.
Not finished yet.

Irgendwo in den Tiefen meiner Sammlung, aber ja, ab und zu erwischt es mich und ich krame sie heraus :toot: ^_^ :sleep:
Dann mal los! Krame er sie bitte hervor und prüfe er sie bitte mit ProtectionID oder BurnOutSharp. :creep:
 

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Ja! Ich würde gerne die meisten Unterschiede sehen. :creep:
Kann nicht klar denken zur Zeit.
Unterschiede bei der DVD-Version – Test mit "Bus Hound" (Free Edition).

SCSI Operation Command 0xAD mit format field 0x01h liefert für Original:
ad 00 00 00 00 00 00 01 READ DVD STRUCT 29us 00 06 00 00 01 00 00 00 ........ 1.4ms ----------------------↑↑----------------------

Bei DVD±R(W)
ad 00 00 00 00 00 00 01 READ DVD STRUCT 29us 00 06 00 00 00 00 00 00 ........ 1.4ms ----------------------↑↑----------------------

Und bei CD-R (Ja, zwei meiner ProtectDISC DVD passen auf CD mit overburn)
ad 00 00 00 00 00 00 01 READ DVD STRUCT 28us 00 00 00 00 00 00 00 00 ........ 1.5ms 70 00 05 00 00 00 00 0a illegal request 2us

Der markierte Teil gibt an, ob CSS verwendet wird, oder nicht.
===========

https://web.archive.org/web/20100620064058/https://www.t10.org/ftp/t10/document.97/97-108r0.pdf
 

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Besteht ein Interesse daran, dass ich das Ganze fortführe?

ProtectDISC war schon damals ein Nischenprodukt und ist heute komplett bedeutungslos (SecuROM war/ist da schon eine andere Hausnummer). Ab und an schimpfen ein paar Leute mit alter Spezialsoftware – man findet einige Posts im Netz – aber das war es im Wesentlichen.

Ich habe schon mehrmals indirekt in Forum/Blog/Profilnachrichten nachgefragt, ob mir jemand mit Programmierung unter die Arme greifen kann. Da kamen zirpende Grillen zur Antwort. Zur Programmierung bin ich schon seit Monaten nicht mehr gekommen, auch aufgrund des Umzugs. Stress pur und meine Leistungsfähigkeit ist ja schon nahe bei Null.

Um die Approximation der niedrigeren Dichte durch Zwillingssektoren simulieren zu können, müsste mein Programm "TwinStepper" richtig benutzbar werden (und im Idealfall mit dem TwinPeak Tool oder TwinCreator verheiratet werden). Da ist einiges an Entwicklungsarbeit nötig und mein Kopf ist leer. Zielplattform: Windows XP oder sogar Windows 98. Bisher habe ich nicht mal eine Entwicklungsumgebung für Windows installiert (mangels Wissen bezüglich Windows) und das Programm nur für Linux kompiliert, wo es eher weniger nützlich ist.

Als proof-of-concept steht das Ding seit mehr als einem Jahr da. Praktisch nutzbar ist es nicht; es ist nicht selbsterklärend, nicht benutzerfreundlich, nicht sicher und nicht fehlertolerant.

Für die Approximation der niedrigen Dichte durch Blindwrite Suite mit Plextor Premium braucht es nur eine manipulierte BWA-Datei, welche bereits existiert. Blindwrite erzeugt damit Kopien, die von der Topologie her nicht im entferntesten der BWA-Datei ähneln (→WTF?) aber auf allen Leselaufwerken (und auf Schreiblaufwerken, wenn ATIP versteckt wird) als Original anerkannt werden (→ WTF, WTF, WTF???).
 

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